Themenbereich 3 : Nachhaltiges Handeln

Was versteht man unter nachhaltig?

Nachhaltigkeit soll sicherstellen, dass ein regeneratives, natürliches System in seinen wesentlichen Eigenschaften dauerhaft erhalten bleibt. Dauerhafte Entwicklung ist die Entwicklung, die die Bedürfnisse der Gegenwart befriedigt, ohne zu riskieren, dass künftige Generationen ihre Bedürfnisse nicht befriedigen können.

Nachhaltig handeln heißt: Nicht auf Kosten künftiger Generationen oder von Menschen in anderen Teilen der Erde leben. Dabei geht es um wirtschaftliche, soziale und ökologische Fragen.

 

„Nachhaltiges Handeln beim Waschen, Spülen und Reinigen im Haushalt hat das Ziel, ressourceneffiziente, sozial verantwortlich produzierte Produkte und Geräte sowie Methoden auszuwählen und einzusetzen, die materialschonend und in der Nutzung und Entsorgung möglichst gesundheits- und umweltverträglich sind.

 

Die folgenden Tipps helfen dabei, erst mal klein anzufangen und trotzdem schon große Wirkung zu erzielen. Diese Tipps gelten nicht nur für das Privatleben:

 

1.      Konsumverhalten überdenken.

2.      Energie sparen.

3.      Clever und nachhaltig einkaufen.

4.      Weniger Müll produzieren.

5.      Rad fahren, zu Fuß gehen, ÖPNV nutzen.

6.      Weniger Fleisch und Milchprodukte essen.

 

In diesem Zusammenhang ist auf  das Projekt „HANDWERKEN – Nachhaltigkeit in Handwerksbetrieben stärken!“ “ hinzuweisen.

Siehe hier: https://nachhaltiges-handwerk.de/

 

Arbeitsaufgabe 86: Lies aufmerksam die folgenden Zeilen durch. Erstelle anschließend auf einem gesonderten Blatt vier Multiple Choice-Aufgaben aus diesen Spiegelstrichen.

 

 „Denkanstöße für nachhaltiges Engagement:

•        Bilden Sie Ihren Nachwuchs selbst aus.

•        Planen Sie rechtzeitig Ihre Betriebsnachfolge.

•        Schicken Sie Ihr Personal regelmäßig zu Fortbildungen.

•        Sorgen Sie für ein offenes Betriebsklima – frei von Diskriminierungen.

•        Engagieren Sie sich in Ihrem sozialen Umfeld.

•        Kalkulieren Sie Ihre Aufträge nach.

•        Überprüfen Sie Ihre Lieferantenbeziehungen auf ökologische und soziale Aspekte.

 

•        Arbeiten Sie ressourcenschonend mit Energie, Wasser und Materialien.

•        Vermeiden Sie Umweltschäden.

•        Modernisieren Sie Ihren Fuhrpark.“

 

Quelle:  https://www.selbstaendig-im-handwerk.de/betriebe_fuehren/unternehmenssteuerung/nachhaltigkeit/

 

Arbeitsaufgabe 86: Diskutiere mit deinem Sitznachbarn über Sinn und Zweck der folgenden Maßnahmen der Arbeitsorganisation, um die Nachhaltigkeit und die Kosten in deinem Betrieb senken zu können:

-       Sparsamer Umgang mit Kleinteilen und Betriebsstoffen, sowie

-       konsequente Beachtung der Umwelt- und Unfallschutzgesetze,

-       effektives Vorgehen bei der Mängeleingrenzung und

-       Mängelbeseitigung von Kundenaufträgen durch ausführliches Anleiten der Auszubildenden.

 

Merksatz: Nach der Definition der Weltkommission für Umwelt und Entwicklung aus dem Jahr1987 ist eine Entwicklung dann nachhaltig, wenn sie die Bedürfnisse der heutigen Generation zu decken vermag, ohne für zukünftige Generationen die Möglichkeiten zu schmälern, ihre eigenen Bedürfnisse zu befriedigen

 

Als ein Teilaspekt der Nachhaltigkeit in unserer Gesellschaft kann auch die Umweltpolitik gesehen werden.

 

Umweltpolitik

Der Begriff Umweltpolitik, der um 1970 aus dem engl. environmental policy gebildet wurde, bezeichnet die Gesamtheit der politischen Bestrebungen, um die natürlichen Lebensgrundlagen des Menschen sowie der Natur zu erhalten. Die einzelnen Forderungen und Leistungen werden als umweltpolitische Maßnahmen bezeichnet. Das Verursacherprinzip strebt an, die Kosten zur Vermeidung, zur Beseitigung oder zum Ausgleich von Umweltbelastungen dem Verursacher zuzurechnen.

 

Der Staat hat die Möglichkeit durch Auflagen, Abgaben, Steuern und Subventionen die Luftreinheit aber auch andere Umweltbereiche positiv zu beeinflussen. Ziel der Umweltpolitik ist es u.a. von den fossilen Energieträgern, wie Kohle oder Erdgas weg zu kommen und mehr erneuerbare Energieträger, wie Wasser, Wind und Sonne zu nutzen. Dies dient der Nachhaltigkeit in Gesellschaft und im Privatleben.

 

 

 

Weitere praktische Aspekte zum Umweltschutz und zur Nachhaltigkeit

 

         a)      Möglichkeiten zur Vermeidung betriebsbedingter Belastungen für Umwelt und Gesellschaft im eigenen Aufgabenbereich erkennen und zu deren Weiterentwicklung beitragen,    

 

während der gesamten Ausbildung:

 

         b)  bei Arbeitsprozessen und im Hinblick auf Produkte, Waren oder Dienstleistungen Materialien und Energie unter wirtschaftlichen, umweltverträglichen und sozialen Gesichtspunkten der Nachhaltigkeit nutzen       

 

         c) für den Ausbildungsbetrieb geltende Regelungen des Umweltschutzes einhalten 

 

         d) Abfälle vermeiden sowie Stoffe und Materialien einer umweltschonenden Wiederverwertung oder Entsorgung zuführen     

 

         e)      Vorschläge für nachhaltiges Handeln für den eigenen Arbeitsbereich entwickeln

 

         f)       unter Einhaltung betrieblicher Regelungen im Sinne einer ökonomischen (wirtschaftlichen) , ökologischen (Umwelt)  und sozial nachhaltigen Entwicklung zusammenarbeiten und adressatengerecht kommunizieren.

 

Arbeitsaufgabe 87: Erkläre in ganzen Sätzen, warum die acht DGB-Gewerkschaften unterschiedliche Branchen vertreten, und nenne die für deinen Ausbildungsberuf zuständige Gewerkschaft samt Kontaktadresse.

 

Lösung: Die DGB-Gewerkschaften sind branchenspezifisch organisiert, damit sie die jeweiligen Arbeitsbedingungen, Tarifverträge und Interessen passgenau vertreten können. Für Bau-, Agrar- und Umweltberufe ist die IG BAU zuständig; für Metall- und Elektroberufe die IG Metall; für Dienstleistungen ver.di; für Chemie/Energie die IG BCE; für Bahn/Verkehr die EVG; für Bildung die GEW; für Polizei die GdP; für Nahrung/Genuss/Gaststätten die NGG. Die zuständige Adresse ermittle ich über den DGB-Kontakt oder die jeweilige Gewerkschaftsseite. Quellen: DGB-Mitgliedsgewerkschaften.

 

 Arbeitsaufgabe 88: 🔎Analysiere an drei Beispielen, wie ein Handwerksbetrieb mit „HANDWERK N“ seine Ressourcenverbräuche (Energie, Wasser, Materialien) senken kann, und formuliere je einen konkreten Umsetzungsschritt.

 

Lösung: Mit dem Zukunfts-Kompass/Leitfäden identifiziert der Betrieb Effizienzpotenziale:

(1) Energie: Austausch alter Kompressoren und Einführung von Lastgangmessung;

(2) Wasser: Kreislaufführung bei Reinigungsprozessen;

(3) Materialien: standardisierte Wiederaufbereitung von Kleinteilen und sortenreine Trennung. Umsetzungsschritte sind die Bestandsaufnahme mit dem Online-Tool, das Festlegen von Zielwerten und das Einführen von Monitoring.

 

Quellen: Nachhaltiges Handwerk/Projektsteckbrief.

 

Arbeitsaufgabe 89: 🚀Begründe in ganzen Sätzen, weshalb das Verursacherprinzip ein zentrales Leitprinzip der Umweltpolitik ist, und gib ein Beispiel aus deinem Ausbildungsbetrieb.

 

Lösung: Das Verursacherprinzip sorgt dafür, dass Umweltkosten nicht durch die Gesellschaft getragen werden, sondern dort anfallen, wo die Belastung entsteht. Dadurch entstehen Anreize, Emissionen zu vermeiden.

Ein Beispiel ist eine Abwasserabgabe, die der Betrieb durch Prozessumstellung reduziert; so rechnet sich die Investition betriebswirtschaftlich und ökologisch. Quelle: Umweltpolitisches Instrumentarium.

 

Arbeitsaufgaben 90:  Multiple-Choice

 

1. Welche Aussage zu den Mitgliedsgewerkschaften des DGB ist korrekt?

A) Es gibt sechs Mitgliedsgewerkschaften.

B) Es gibt acht Mitgliedsgewerkschaften.

C) Es gibt neun Mitgliedsgewerkschaften.

D) Es gibt vier Mitgliedsgewerkschaften. Lösung: B ist richtig.

 

 

2. Welche Definition von „nachhaltiger Entwicklung“ entspricht der Brundtland-Kommission?

A) Maximierung des heutigen Konsums bei gleichzeitiger Reduktion zukünftiger Bedürfnisse.

B) Befriedigung gegenwärtiger Bedürfnisse ohne die Möglichkeiten zukünftiger Generationen zu gefährden.

C) Priorisierung ökonomischer Ziele vor ökologischen Zielen.

D) Nur ökologische Ziele sind maßgeblich. Lösung: B ist richtig.

 

3.Welches Instrument gehört zu den ökonomischen Instrumenten der Umweltpolitik?

A) Emissionsgrenzwert als Pflicht.

B) Umweltsteuer/Abgabe.

C) Umweltverträglichkeitsprüfung als Zulassungsvoraussetzung.

D) Produktkennzeichnung als Information. Lösung: B ist richtig.

 

 

4. Welche Aussage passt zur Rolle des Staates in der Umweltpolitik?

A) Der Staat kann Umweltziele nur durch freiwillige Selbstverpflichtungen erreichen.

B) Der Staat verfügt über Auflagen, Abgaben, Steuern und Subventionen als Instrumente.

C) Der Staat hat keine Rolle, da der Markt alles regelt.

D) Der Staat darf keine erneuerbaren Energien fördern. Lösung: B ist richtig

 

 Textboxaufgabe 14: Nachhaltigkeit – Verantwortung für heutige und künftige Generationen

Nachhaltige Entwicklung bedeutet, die Bedürfnisse der heutigen Generation zu erfüllen, ohne die Möglichkeiten Textbox 1: ___ Generationen zu gefährden, ihre eigenen Bedürfnisse zu befriedigen. Nachhaltigkeit umfasst dabei wirtschaftliche, soziale und Textbox 2: ___ Gesichtspunkte. Nachhaltiges Handeln soll außerdem nicht auf Kosten von Menschen in anderen Teilen der Textbox 3: ___ erfolgen. Im Betrieb bedeutet Nachhaltigkeit unter anderem, Energie, Wasser und Materialien möglichst Textbox 4: ___ einzusetzen.

 

Textbox 1: ___

A künftiger

B vergangener

C ausschließlich heutiger

D älterer

 

Textbox 2: ___

A ökologische

B steuerrechtliche

C erbrechtliche

D mathematische

 

Textbox 3: ___

A Erde

B Gemeinde

C Werkstatt

D Berufsschule

 

Textbox 4: ___

A ressourcenschonend

B verschwenderisch

C kurzfristig

D unbegrenzt

 

Lösungen:

Textbox 1: A = künftiger

Textbox 2: A = ökologische

Textbox 3: A = Erde

Textbox 4: A = ressourcenschonend

 

Textboxaufgabe 15: Nachhaltiges Handeln im Betrieb

Ein Handwerksbetrieb kann nachhaltig handeln, indem er seinen Nachwuchs selbst Textbox 1: ___, seine Mitarbeiter regelmäßig zu Fortbildungen schickt und für ein Betriebsklima ohne Diskriminierung sorgt. Bei Lieferantenbeziehungen sollten neben wirtschaftlichen auch ökologische und Textbox 2: ___ Gesichtspunkte berücksichtigt werden. Energie, Wasser und Materialien sollen möglichst Textbox 3: ___ verwendet werden. Auch die Vermeidung von Umweltschäden und die Modernisierung des Textbox 4: ___ können zur Nachhaltigkeit beitragen.

 

Textbox 1: ___

A ausbildet

B entlässt

C besteuert

D versichert

 

Textbox 2: ___

A soziale

B private

C schulische

D mathematische

 

Textbox 3: ___

A ressourcenschonend

B verschwenderisch

C unbegrenzt

D zufällig

 

Textbox 4: ___

A Fuhrparks

B Tarifvertrags

C Finanzamtes

D Arbeitszeugnisses

 

Lösungen:

Textbox 1: A = ausbildet

Textbox 2: A = soziale

Textbox 3: A = ressourcenschonend

Textbox 4: A = Fuhrparks

 

Textboxaufgabe 16: Nachhaltigkeit während der Berufsausbildung

Auch Auszubildende sollen Möglichkeiten erkennen, betriebsbedingte Belastungen für Umwelt und Textbox 1: ___ zu vermeiden. Bei Arbeitsprozessen sollen Materialien und Energie unter wirtschaftlichen, umweltverträglichen und Textbox 2: ___ Gesichtspunkten genutzt werden. Abfälle sollen möglichst Textbox 3: ___ und Materialien einer umweltschonenden Wiederverwertung oder Entsorgung zugeführt werden. Außerdem sollen Auszubildende Vorschläge für nachhaltiges Handeln im eigenen Textbox 4: ___ entwickeln.

 

Textbox 1: ___

A Gesellschaft

B Finanzamt

C Handwerkskammer

D Berufsschulzeugnis

 

Textbox 2: ___

A sozialen

B steuerlichen

C privaten

D mathematischen

 

Textbox 3: ___

A vermieden

B vermehrt

C vermischt

D versteckt

 

Textbox 4: ___

A Arbeitsbereich

B Urlaub

C Arbeitsvertrag

D Prüfungszeugnis

 

Lösungen:

Textbox 1: A = Gesellschaft

Textbox 2: A = sozialen

Textbox 3: A = vermieden

Textbox 4: A = Arbeitsbereich

 

Textboxaufgabe 17: Umweltpolitik und Verursacherprinzip

Umweltpolitik umfasst politische Maßnahmen, die dazu beitragen sollen, die natürlichen Textbox 1: ___ des Menschen und die Natur zu erhalten. Nach dem Verursacherprinzip sollen die Kosten für die Vermeidung, Beseitigung oder den Ausgleich von Umweltbelastungen grundsätzlich dem Textbox 2: ___ zugerechnet werden. Der Staat kann beispielsweise durch Auflagen, Abgaben, Steuern und Textbox 3: ___ Einfluss auf den Umweltschutz nehmen. Ein umweltpolitisches Ziel kann darin bestehen, die Nutzung fossiler Energieträger zu verringern und verstärkt Textbox 4: ___ Energieträger zu nutzen.

 

Textbox 1: ___

A Lebensgrundlagen

B Arbeitsverträge

C Tarifverträge

D Prüfungsordnungen

 

Textbox 2: ___

A Verursacher

B Arbeitnehmer

C Verbraucher unabhängig von der Ursache

D Berufsschüler

 

Textbox 3: ___

A Subventionen

B Arbeitszeugnisse

C Kündigungen

D Urlaubstage

 

Textbox 4: ___

A erneuerbare

B fossile

C endliche

D ausschließlich kohlebasierte

 

Lösungen:

Textbox 1: A = Lebensgrundlagen

Textbox 2: A = Verursacher

Textbox 3: A = Subventionen

Textbox 4: A = erneuerbare